Praktikum auf der Rennbahn Düsseldorf

10.06.2013

Zwischen Vollblütern und Vereinsarbeit – Marina Hintze berichtet über ihr Praktikum auf der Galopprennbahn Düsseldorf

„…und da planst Du dann NUR die Renntage?“ Meine Freundin und Mitbewohnerin war skeptisch. Eine genauere Antwort konnte ich ihr aber auch nicht geben. Ich wusste nur eines: Ich wollte mein curriculares Praktikum auf der Galopprennbahn in Düsseldorf absolvieren. Herausfinden, ob mir das Tagesgeschäft rund um den deutschen Galopprennsport so viel Spaß und Herausforderung bietet, wie ich hoffte. „Das weiß ich doch selbst noch nicht, aber es wird die richtige Entscheidung sein,“ versuchte ich sie zu überzeugen „und jetzt lass‘ uns fahren, wir verpassen noch den 1. Start…!“ Wir sprangen ins Taxi und fuhren zum Melbourne Cup, einem der bekanntesten Pferderennen der Welt.
Meine Begeisterung für den Galopprennsport brachte mich dazu, mich beim Düsseldorfer Reiter- und Rennverein für ein 10wöchiges Praktikum im Rahmen meines Masterstudiums „Sports Business and Communication“ an der Munich Business School (MBS) zu bewerben.

Die Rennvereine in Deutschland arbeiten meiner Kenntnis nach nicht (alle) dauerhaft mit Praktikanten, was sehr schade ist und sicherlich nicht daran liegt, dass es für diese keine Einsatzgebiete gibt; gerade die Struktur eines Verein, wie ich sie in Düsseldorf vorfand, ist prädestiniert für die Arbeit mit jungen, motivierten Menschen, die Lust haben, das Tagesgeschäft einer (allgemein gesprochen) Galopprennbahn kennen zu lernen! Dieses Tagesgeschäft beinhaltet erst einmal alles, was in einem betriebswirtschaftlich agierenden Unternehmen Bestandteil der Geschäftsaktivität ist; Postverkehr, Telefonkommunikation, die Sicherstellung des laufenden Tagesgeschäfts also. Die gesamte Kostenrechnung, samt Rechnungsstellung, -abwicklung und einem dauerhaften Controlling gehörte ebenso zu den Aufgaben, die ich kennen lernte und teilweise selbst durchführte, wie allgemein nötige Bürotätigkeiten wie Aktenorganisation und -archivierung.

Neben dem Geschäftsführer, der strategisch arbeitet und den gesamten Geschäftsbetrieb kontrolliert, verantwortet eine Mitarbeiterin die Renntechnik und ein weiterer Mitarbeiter übernimmt Rechnungswesen und Controlling. Für mich ergab sich also genau der Bereich als Hauptverantwortung, der aufgrund meines Sportkommunikations-Studiums voll meinen Interessen entspricht: ich arbeitete an der Beziehung zu Partnern und Sponsoren, plante die einzelnen Renntage mit diesen und betreute sie. Ferner half ich bei der gesamten Renntagsplanung und -durchführung – von der Pressekonferenz bis zur detaillierten Ablaufplanung. An was alles zu denken ist bei einer solchen Großveranstaltung lehrt einen nicht die Theorie im Studium, sondern erst die unternehmerische Praxis. Besonders betonen möchte ich die vielen Freiheiten, die ich im Rahmen meiner Ideenfindung und -umsetzung bekam und das große Maß an Vertrauen, was damit verbunden war und ist. Denn nach Ablauf des Praktikums entschieden wir uns beidseitig dazu, meine Mitarbeit beim DRRV zu verlängern, die ich nun nur schweren Herzens für die Verfassung meiner Masterarbeit unterbreche.

Zukunftsvision sollte sein, ein Netzwerk zu schaffen (wie wir eines sind), in dem wir auch solche „Vakanzen“ austauschen, sodass nicht zuletzt die nun frei werdende Praktikumsstelle beim DRRV wieder besetzt werden kann – bei Interesse oder Fragen meldet euch gern bei mir (marina.hintze@munich-business-school.de)!

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